Naturnahe Umgestaltung von Schulhöfen

Viele Pausenhöfe sind auch heute noch asphaltiert und zubetoniert, die Gestaltung ist häufig naturfremd, eher wenig einladend oder auch überhaupt nicht vorhanden. Die Pausen gestalten sich für die Schülerinnen und Schüler dadurch als eintönig und langweilig. Viele Schulen wollen deswegen ihr Schulgelände naturnah als offenen Naturerlebnis- und Begegnungsraum gestalten, in dem die Sensibilität der Schüler für den Umgang mit Natur und Umweltschutz gefördert wird.

Da solche Umgestaltungsmaßnahmen meist mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sind, können sie von Schulen oft nicht alleine gestemmt werden. Die Umweltstiftung hat daher schon zahlreiche Schulen bei der naturnahen Umgestaltung ihres Schulgeländes unterstützt. Erfreulich war dabei, dass sich beim überwiegenden Teil der Projekte Schüler, Lehrer und auch Eltern an der Planung, Gestaltung und Umsetzung der Maßnahmen beteiligt haben. Nur durch ehrenamtliches Engagement der Akteure können solche Projekte erfolgreich realisiert werden.

2008 unterstützte die Umweltstiftung das Stromberg-Gymnasium in Vaihingen/Enz, Landkreis Ludwigsburg. Ziel der Schule war es, mit relativ einfachen Mitteln und ohne großen Aufwand einen Grünen Schulhof zu gestalten und die Natur im Schulalltag erlebbar machen. Dazu wurde im Umfeld des damals schon bestehenden Schulteichs ein naturnaher Aufenthaltsbereich geschaffen: Während Baumstämme und Steinblöcke als Sitzgelegenheiten genutzt werden, dienen von den Schülern gepflanzte Obstbäume und andere heimische Baumarten mittlerweile als Schattenspender. Sträucher und Hecken sorgen für mehr Grün und erhöhen zudem die ökologische Vielfalt. Die Umweltstiftung übernahm bei diesem Projekt die Kosten für das Pflanzmaterial und den Maschineneinsatz im Gesamtumfang von 3.000 €.

Für vergleichbare Projekte erhielten die Astrid-Lindgren-Schule in Erdmannhausen, Landkreis Ludwigsburg, 12.500 €, die Panoramaschule Wiesenbach, Rhein-Neckar-Kreis, 3.000 € und das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Stuttgart 4.000 € von der Umweltstiftung.

Bild 1: Plan des naturnah gestalteten Schulgeländes am Stromberg-Gymnasium.
Bild 1: Plan des naturnah gestalteten Schulgeländes am Stromberg-Gymnasium.
Bild 2: Schulgeländes am Stromberg-Gymnasium von oben.
Bild 2: Schulgeländes am Stromberg-Gymnasium von oben.

Bild 2: Ausschnitt des von der Umweltstiftung finanzierten Nicht-den-Boden-Berühren-Pfads an der Astrid-Lindgren-Schule in Erdmannhausen
Bild 2: Ausschnitt des von der Umweltstiftung finanzierten "Nicht-den-Boden-Berühren-Pfads" an der Astrid-Lindgren-Schule in Erdmannhausen
Bild 3: Neu gestalteter Pausenhof.
Bild 3: Neu gestalteter Pausenhof.

« zurück zur Übersicht