Erweiterung des NABU-Feuchtgebietes in der Saalbachniederung

Ein Projekt zum Schutz von Gewässern, welches die Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu mehrmals unterstützt hat, ist die Sicherung und Renaturierung von Teilen der Saalbachniederung nordwestlich von Bruchsaal.

Die Saalbachniederung, mit rund 300 Hektar das größte zusammenhängende Wiesengelände in Nordbaden, ist ein wichtiger Lebensraum für seltene Vogelarten wie Teichrohrsänger, Feldlerche, Grauammer und Wachtel, aber auch für andere Tier- und Pflanzenarten. Besonders hervorzuheben ist jedoch das Vorkommen zahlreicher Weißstörche, die dort reichlich Nahrung finden, wo naturnah gewirtschaftet wird. Um diesen Tieren geeignete Lebens- und Nahrungsräume zu sichern, engagiert sich der NABU seit etwa 1975 in dem Gebiet. Dazu hat der Verband zahlreiche Flächen erworben oder angepachtet und sie den Ansprüchen der Störche entsprechend gestaltet. Durch das ehrenamtliche Engagement der NABU-Mitglieder entstand im Laufe der Zeit ein mittlerweile drei Hektar großes Feuchtgebiet mit zahlreichen Flachgewässern.

2005 unterstützte die Umweltstiftung die NABU-Ortsgruppe Hambrücken bei der Erweiterung der Flachgewässer auf vereinseigenem Gelände. Dabei wurden bestehende Gewässer um zwei 30 bis 40 cm tiefe Flachwasserzonen ergänzt. Hierfür mussten eine rund 20 Ar große Fläche ausgebaggert und der dabei anfallende Erdaushub auf umliegende Ackerflächen verteilt werden. Mehrfach konnten die Feuchtbiotope mit Hilfe der Stiftung erweitert und verbessert werden.

Diese Maßnahme ist ein ideales Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichem Naturschutz, Behörden und der Umweltstiftung: Während sich die Stadt Bruchsaal um die nötige wasserrechtliche Genehmigung kümmerte, betreute die NABU-Ortsgruppe Hambrücken die Anlage des Flachgewässers und die Umweltstiftung kam für die Kosten des Maschineneinsatzes von rund 5.000 € auf.

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Bild 1: Ausschnitt der Saalbachniederung mit den zahlreichen Flachgewässern und einem Storchennest.
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Bild 2: Plan zur Erweiterung der Flachgewässer auf NABU-eigenem Grundstück.

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